Nur zu Bildungszwecken; keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung. Investitionen können zu Verlusten führen.
Direkte Antwort
Für passende europäische Optionen gilt C-P=D(0,T)*(F(0,T)-K), also F(0,T)=K+(C-P)/D(0,T). Der Wert des Prepaid Forward ist FP=D(0,T)*F(0,T)=C-P+K*D(0,T). F ist der Lieferpreis bei Fälligkeit in Währung je Aktie; FP und C-P sind Barwerte. Sie sind nicht austauschbar.
Bei flachem stetigem Carry gelten D(0,T)=e^(-rT) und F=S_0*e^((r-q)T). Bei deterministischen Bardividenden gilt F=(S_0-PV_div)/D(0,T). Der abgeleitete Forward ist unter Annahmen ein arbitragegebundenes Carry-Residuum, nicht der physisch erwartete künftige Spotpreis und nicht automatisch eine ausführbare Futures- oder Forwardquote.
Kontrollierter Arbeitsablauf
- Legen Sie Basiswert, Optionsklasse, Strike, Verfall oder Fixing, Ausübungsart, Erfüllung, Multiplikator, Liefergegenstand, Währung und aktuelles OCC-Memo fest.
- Erstellen Sie Zeitachsen für Bewertung, Prämie, Aktie, Strike, Fixing und Endabrechnung einschließlich genauer Jahresbruchteile, Tageszählung, Feiertage und AM- oder PM-Behandlung.
- Erfassen Sie synchronisierte ausführbare Geld-/Briefkurse von Aktie, Call und Put, angezeigte Größe und Paketquote. Dokumentieren Sie Aktienleihe, Rebate, Steuern und Annahmen zu Ausgleichszahlungen separat.
- Bestimmen Sie
D(0,T), Zero-Kurve, Zinskonvention, Finanzierungs- oder Besicherungsstandard, Dividenden und die Zielgröße: aktuellen synthetischen WertC-P, Prepaid ForwardFPoder LieferpreisF. - Berechnen Sie für europäisch äquivalente Inputs
FP=C-P+K*D(0,T)undF=FP/D(0,T)mit voller Genauigkeit. Die Untergrenze folgt ausC_bid-P_ask, die Obergrenze ausC_ask-P_bid; summierte Einzelkurse garantieren keine Paketausführung. - Modellieren Sie bei amerikanischen oder angepassten Optionen vorzeitige Ausübung und Aktienleihe oder verwenden Sie belastbare Grenzen und europäische Instrumente. Maßgeblich sind der aktuelle Liefergegenstand und das offizielle Fixing, nicht eine erzwungene europäische Gleichheit.
- Validieren Sie die Strike-Steigung
-D(0,T)und mehrere Laufzeiten. Stimmen Sie anschließend tatsächliche Ausführungen, Aktie, Strike-Zahlung, Dividenden, Leihe, Ausübung, Zuteilung, Gebühren, Steuern und Endabrechnung ab.
Durchgerechnete Beispiele
- Diskontierte Parität: Es gelten
K=100,T=0.5, stetig verzinstesr=4%,C=6.50undP=4.00. Dann sindD(0,T)=0.980198673307,FP=100.519867330676undF=102.550503350067. Die AbkürzungK+C-P=102.50unterschätzt den Forward um0.050503350067je Aktie beziehungsweise$5.0503350067bei Multiplikator100. - Linearität über Strikes: Bei gleichem
D(0,T)undFbeträgt das theoretischeC-P=D*(F-K)genau7.400993366534beiK=95,2.500000000000beiK=100und-2.400993366534beiK=105. Jeder Fünf-Punkte-Schritt des Strikes verändert die Differenz um-4.900993366534=-5*D. Die alte undiskontierte Abkürzung ließe inkonsistente Paare fälschlich gleich erscheinen. - Diskrete Dividenden: Es gelten
S_0=100sowie deterministische Dividenden von$0.50beit=0.20undt=0.45. Ihre Barwerte sind0.496015957419und0.491080516179; somit ergeben sichPV_div=0.987096473598,FP=99.012903526402undF=101.013096857576. BeiK=100verlangt die ParitätC-P=0.993036195727. Der Forward ohne Dividenden102.020134002676liegt wegen Timing und Carry um1.007037145100höher. - Ausführbares Intervall: Bei
K=100notiert der Call6.40/6.60und der Put3.90/4.10. Die Referenz für den Verkauf der synthetischen Position2.30impliziertF_bid=102.346463082062; die Kaufreferenz2.70impliziertF_ask=102.754543618072. Die Breite beträgt vor Gebühren, Größe und Leg-Risiko0.408080536011je Aktie; der Mittelpunkt ist keine Ausführung.
Risiken und Validierung
- Serienrisiko: Abweichende Basiswerte, Strikes, Verfalltermine oder Klassen verletzen die Parität.
- Ausübungsrisiko: Vorzeitige amerikanische Ausübung verzerrt das europäische Ergebnis.
- Erfüllungsrisiko: Bar, physisch, AM, PM und offizielles Fixing definieren unterschiedliche Ansprüche.
- Liefergegenstandsrisiko: Anpassungen können Aktienzahl, Multiplikator und Barausgleich ändern.
- Währungsrisiko: Kurse je Aktie und Kontraktzahlungen müssen dieselbe Währung und Skalierung verwenden.
- Zeitpunktrisiko: Asynchrone Aktien- und Optionsmärkte erzeugen eine falsche Basis.
- Quotierungsrisiko: Veraltete, gekreuzte oder Mittelpunktkurse sind nicht ausführbar.
- Größenrisiko: Angezeigte Liquidität trägt möglicherweise nicht das geplante Paket.
- Leg-Risiko: Teilausführungen und Latenz können die synthetische Beziehung zerstören.
- Kurvenrisiko: Eine öffentliche Rendite ist nicht automatisch der richtige Zero-Diskontfaktor.
- Konventionsrisiko: Abweichende Verzinsung und Tageszählung verändern
D(0,T). - Zeitachsenrisiko: Prämie, Aktie, Strike und Endabrechnung können an verschiedenen Tagen anfallen.
- Finanzierungsrisiko: Besicherung und Desk-Finanzierung unterscheiden sich vom theoretischen risikofreien Satz.
- Dividendenrisiko: Beträge, Zahlungstermine und nicht angekündigte Ausschüttungen bleiben unsicher.
- Anpassungsrisiko: Gewöhnliche und Sonderausschüttungen können von OCC unterschiedlich behandelt werden.
- Leiherisiko: Locate, Gebühren, Rebate, Rückruf und Ausgleichszahlung verändern den Carry.
- Steuerrisiko: Quellensteuer und anlegerspezifische Behandlung verändern die ausführbare Wirtschaftlichkeit.
- Strike-Streuungsrisiko: Veraltete Kurse, Skew und amerikanischer Wert können die Linearität brechen.
- Numerisches Risiko: Nicht positives
D, Einheiten- und Rundungsfehler verzerrenFundFP. - Interpretationsrisiko: Ein niedriger Forward ist weder zwangsläufig bearisch noch kostenlose Arbitrage.
Häufige Irrtümer
- „Der Forward ist der erwartete künftige Spotpreis.“ Er ist unter den angegebenen Annahmen ein carrygebundener Lieferpreis.
- „
K+C-Pergibt immer den Forward.“ Die Optionsdifferenz muss mit dem richtigen Diskontfaktor aufgezinst werden. - „Jedes amerikanische Call-Put-Paar muss genau ein
Fliefern.“ Vorzeitige Ausübung, Leihe und Kurse erzeugen modellabhängige Streuung. - „Eine Mittelpunktabweichung ist ausführbare Arbitrage.“ Geld-/Briefkurs, Größe, Gebühren, Finanzierung und Leg-Risiko bleiben bestehen.
- „Ein niedriger Forward ist bearisch oder nur durch Dividenden verursacht.“ Zinsen, Leihe, Steuern, Ausübungsart und Anpassungen können ins Residuum eingehen.
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Maßgebliche Quellen
- OIC Put/Call Parity — Parität passender Optionen und Friktionsannahmen, kein eindeutiger ausführbarer Desk-Forward.
- OCC Characteristics and Risks — Lebenszyklus-, Ausübungs-, Zuteilungs- und Anpassungsrisiken, keine Preisinputs.
- OCC Equity Options Product Specifications — amerikanische, physische und 100-Aktien-Standardkonventionen mit Anpassungsausnahmen.
- OCC-Leitlinie zu Bardividendenanpassungen — Grenzen gewöhnlicher und nicht gewöhnlicher Anpassungen; das konkrete Memo ist maßgeblich.
- SEC Regulation SHO — Locate- und Leerverkaufsbeschränkungen, keine aktuelle Leihkurve.
- Federal Reserve H.15 — öffentliche Zinsbeobachtungen, nicht die konkrete Besicherungs- oder Desk-Finanzierungskurve.
- Cboe Theoretical Options Methodology — operative Indexmethodik mit impliziten Forward- und Diskontinputs, keine universelle Ausführungsregel für Aktien.
- Merton, Theory of Rational Option Pricing — Theorie von stetigem Carry und Ausübung unter Annahmen, keine aktuellen Vertragsregeln.